Das Wagnis der Wäscherin

(Buch - Paperback)

Toronto, 1837: Sara O’Connor ist froh, eine Anstellung
als Wäscherin ergattert zu haben. Damit ist nicht nur ihr
Überleben gesichert, sondern auch das ihrer Großmutter. Doch die Arbeit ist hart und es fällt Sara schwer, die gewünschte Unterwürfigkeit an den Tag zu legen. Ihr einziger Lichtblick ist die mutterlose Evie, die immer wieder ihre Nähe sucht. Als die Kleine in einen Konflikt mit ihrer Gouvernante gerät, setzt Sara sich wider besseres Wissen für sie ein – und verliert ihre Anstellung.
James Kinney, ein geachteter Anwalt, ringt seit dem frühen Tod seiner Frau damit, seiner Tochter Evie ein guter Vater zu sein. Durch sie begegnet er der Wäscherin Sara – einer ungewöhnlichen Frau, die sein bisheriges Weltbild völlig auf den Kopf stellt. Sie spricht Französisch, rezitiert Gedichte und verfügt über Heilwissen. Trotzdem ist sie wohl kaum der richtige Umgang für seine Tochter! Doch als Evie schwer erkrankt und immer wieder nach Sara ruft, bleibt James keine Wahl. Er muss Sara ausfindig machen. Währenddessen wird er tiefer und tiefer in die politischen
Unruhen der Stadt hineingezogen …

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Details

    • Erscheinungstermin:
      13.01.2026
    • Verlag:
    • Artikel-Nr.:
      332519000
    • ISBN:
      9783963625190
    • Sachgebiet:
      Erzählungen/Romane
    • Seitenzahl:
      352 S.
    • Maße:
      13,5 x 21,5 cm
    • Gewicht:
      406g
  • Dieses Produkt ist preisgebunden:
    Ja
  • Download-Material:
  • Angaben zum Hersteller nach GPSR:
    Francke-Buch GmbH
    Abt. Verlag
    Am Schwanhof 19
    35037 Marburg
    DEUTSCHLAND

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    spannend, berührend und romantisch

    Der historische Roman „Das Wagnis der Wäscherin“ von Christine Hill Suntz entführt die Leserinnen und Leser ins Toronto des Jahres 1837. Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes – am liebsten würde ich ihm einen zusätzlichen Stern verleihen, denn es hat sich mühelos einen Platz unter meinen absoluten Lieblingsbüchern gesichert.
    Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Sara O’Connor und James Kinney, zwei Menschen, die aus völlig unterschiedlichen Welten stammen. James ist ein angesehener Anwalt und lebt in einer prachtvoll ausgestatteten Villa, während Sara sich als Wäscherin Tag für Tag abmüht, um sich und ihre Großmutter im ärmsten Viertel der Stadt über Wasser zu halten. Die Begegnung der beiden scheint zunächst unwahrscheinlich, doch durch verschiedene Umstände lernt Sara James’ Tochter Evie kennen. Schnell wird deutlich, dass in Sara weit mehr steckt als nur die Fähigkeit, Wäsche zu waschen.
    Während James bemüht ist, Sara aus seinem Leben fernzuhalten und sie bewusst ignoriert, entwickelt sich zwischen Sara und Evie eine enge, herzliche Beziehung. Als Evie schwer erkrankt und immer wieder nach Sara ruft, sieht James schließlich keinen anderen Ausweg, als ihren Wunsch zu erfüllen – in der Hoffnung, seiner Tochter damit neuen Lebensmut zu schenken.
    Mich hat der Verlauf der Geschichte sehr beeindruckt. Spannung, historische Atmosphäre, idyllische Momente und eine zarte Romantik sind hier miteinander verwoben. Mit ihrem flüssigen und einfühlsamen Schreibstil schafft es die Autorin, die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten lebendig werden zu lassen. Man fühlt und leidet mit den Figuren, fiebert mit ihnen mit und darf sich am Ende über ein berührendes Happy End freuen.
  • 5/5 Sterne

    Spannende Liebesgeschichte

    Toronto 1837, der Spalt in dieser Stadt ist riesengroße. Menschen die nach Kanada einwandern, stehen genauso arm da, wie sie es in den Ländern waren, wo sie herkamen. Dadurch entstehen radikale Gruppen die das ändern wollen. Andererseits steht Kanada immer noch unter der Regierung der Britten. Inmitten dieser Unruhen lebt Sara O‘Connor, die sich ihr Lebensunterhalt als Wäscherin verdient. Dabei lernt sie die kleine Evie kennen und freundet sich mit ihr an. Ihr Vater, James Kinney, findet die Beziehung gar nicht gut und verbietet den Kontakt zu Sara. Doch irgendwie fasziniert ihn diese Frau und plötzlich ist er auf ihre Hilfe angewiesen. Was verbirgt sie vor ihm, denn so gebildet wie sie ist, kann sie nicht wirklich eine Wäscherin sein.

    Es ist ein eindrucksvolles Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ich hab es innerhalb von ein paar Stunden durchgelesen, weil ich es kaum aus der Hand legen konnte.

    Die Beschreibung der beiden Hauptpersonen fand ich so stark und die zarte Liebesbeziehung die sich zwischen ihnen entwickelt, fand ich herzerweichend. Ich mochte auch Evie mit ihrer direkten und doch so zauberhaften Art.

    Der Glaube spielt eine große Rolle in diesem Buch. Sara, die durch schwere Schicksalsschläge Gott nicht mehr vertrauen kann, lernt mit Hilfe von anderen Menschen ihn langsam wieder zu vertrauen. James und Sara fangen an ihre Vergangenheit aufzuarbeiten, sie trauern um den Verlust lieber Mensch und erleben Vergebung und Frieden.

    Es ist definitiv ein Highlight dieses Jahr für mich. Ein Buch was Spannung und Romanik wundervoll verbindet, daher eine ganz klare Empfehlung von mir.
  • 5/5 Sterne

    Ein Buch, das mich in das Jahre 1837 entführte

    Manchmal liest man ein Buch – und ist plötzlich nicht mehr auf dem Sofa, sondern mitten im Jahr 1837 in Toronto. Genau so ging es mir mit Das Wagnis der Wäscherin.

    Im Mittelpunkt steht Sara O’Connor, die sich nach schweren Verlusten in sehr armen Verhältnissen durchschlagen muss. Ihre Großmutter ist ihr Halt – warmherzig, klug und eine echte Stütze. Vom früheren besseren Leben ist nicht viel geblieben. Also verdient Sara ihr Geld als Wäscherin. Und ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, ich stehe mit ihr im Dampf der Waschküche, schrubbe Hemden und kämpfe gleichzeitig mit ihr um Würde und Selbstachtung.

    Denn leicht ist ihr Weg nicht. Sie muss lernen, sich unterzuordnen, obwohl so viel Stärke und Eigenständigkeit in ihr steckt.

    Besonders berührt hat mich die Begegnung mit der kleinen Evie. Ein zehnjähriges Mädchen ohne Mutter, klug, sensibel – und doch voller Sehnsucht nach Halt. Zwischen Sara und Evie entsteht etwas sehr Zartes. Und plötzlich ist Sara nicht mehr nur Wäscherin, sondern Gouvernante. Und natürlich wird es spätestens dann turbulent.

    Evies Vater James, ein engagierter Anwalt, bemüht sich redlich, seiner Tochter alles zu geben. Und doch merkt man schnell: Auch er ist ein Mensch mit eigenen Kämpfen. Zwischen ihm und Sara knistert es leise – nicht kitschig, sondern vorsichtig und glaubwürdig.

    Was die Geschichte zusätzlich spannend macht: Sie spielt in einer Zeit politischer Unruhen. James gerät durch einen Freund in brisante Situationen – und man spürt, dass nicht nur Herzen, sondern auch Lebenswege auf dem Spiel stehen.

    Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil hat mich getragen. Er ist lebendig, bildhaft und voller Atmosphäre. Es ist eine herzbewegende Geschichte über Mut, soziale Unterschiede, Glauben, Verantwortung und die Frage, ob man es wagen darf, seinem Herzen zu vertrauen.

    Für mich war dieses Buch mehr als nur eine historische Liebesgeschichte. Es war eine Reise in eine andere Zeit – mit Figuren, die einem ans Herz wachsen.

    Ich hoffe sehr, dass ich noch viele weitere Geschichten dieser Art von Christine Hill Suntz lesen darf. Mir hat dieses Buch große Freude gemacht.
  • 5/5 Sterne

    Lesehighlight

    Toronto 1837:
    Sara O'Connor arbeitet nach dem Bruch mit ihrem Vater als Wäscherin, um so für ihre Großmutter sorgen zu können. Sie trifft dabei auf die kleine Evie, die viel Zeit mit ihr verbringt. Ihr Vater James Kinney weiß nicht so recht, was er von Sara halten soll. Sie ist irgendwie anders, weiß sehr viel, kennt sich mit dem Heilwissen aus.
    Er wendet sich an sie, als Evie schwer erkrankt. Dann gerät er selbst mitten in die politischen Unruhen..

    Das Umschlagbild von @ildikoneer allein ist sehr gelungen. Man sieht zweierlei.Zuerst einfach nur eine Wäscherin vor den Mauern eines großen, herrschaftlichen Hauses. Aber bei näherem Betrachten erkennt man auch den durchgedrückten Rücken, den erhobenen Kopf. Diese Frau scheint so viel mehr zu sein..

    Allein das Buch selbst, der Titel, die Gestaltung und der Klappentext haben mich für die Geschichte eingenommen. Und ich verfolgte gespannt ihren weiteren Weg.
    Sara hat mir imponiert. Sie steht für ihre Meinung ein, verdient sich ihr Geld selbst obwohl sie von Stand ist und gibt vor allen Dingen nicht auf.
    Trotzdem zweifelt sie, an sich selbst, an den Menschen um sie herum und an Gott! Doch ihre Großmutter sagte zu ihr:"Du denkst, Gott hätte dich verlassen, aber tief in deinem Herzen weißt du, dass das nicht stimmt. Er war die ganze Zeit da und hat dich gestützt, bis du wieder selbst stehen konntest."
    Sie sieht nicht, was sie alles Gutes macht und auch nicht warum andere Menschen, wie Evie, James, Großmutter und Henry so eine hohe Meinung von ihr haben.

    Von Anfang an fiel es mir schwer, das Buch auch einmal zur Seite zu legen. Sara 's Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen und ich habe mich in einigen Dingen wiedererkannt.
    Es ist so ein Buch, daß einen dazu bringt über sein eigenes Leben und den Glauben nachzudenken. Manches erschließt sich einem erst im Nachhinein, sodass man rückblickend noch etwas lernen kann.
    Dieses wunderbare Buch ist definitiv ein Lesehighlight für mich!
  • 5/5 Sterne

    „Spannend, hoffnungsvoll, ausdrucksstark“

    Der Roman „Das Wagnis der Wäscherin“ von Christine Hill erzählt die Geschichte der Wäscherin Sara, die mit ihrer Großmutter in völliger Armut lebt, und des Anwalts James, der versucht, seine Tochter und seine herausfordernde Arbeit, sowie die brodelnden Unruhen Torontos unter einen Hut zu bringen.
    Der Leser lernt die junge Frau Sara O’Connor kennen, die ein großes Geheimnis mit sich trägt, das nach und nach ans Licht kommt. Sie setzt sich für die mutterlose Tochter des Anwalt James Kinney ein und verliert daraufhin ihren Job, der doch eigentlich sie und ihre Großmutter über Wasser halten sollte. Doch das Mädchen kämpft für Sara als Vertrauensperson, so dass sie eine Anstellung im Hause Kinneys erhält. Die große Frage bleibt jedoch, ob sie zu den Bediensteten gehört oder jemals ein neues Zuhause und eine Familie findet.
    Die Autorin schafft einen schönen Spannungsbogen, der immer wieder durch Puzzleteile aus der Vergangenheit, wie auch durch aktuelle Wendungen und Irrungen bestehen bleibt. Dabei wird die Geschichte immer wieder aus den Perspektiven beider Protagonisten erzählt, so dass der Leser beide Blickwinkel kennen und verstehen lernt. An manchen Stellen kamen mir wichtige Details zu schnell oder zu unscheinbar, so dass man wirklich genau lesen muss, um alles mitzubekommen.
    Das Buch vermittelt Hoffnung auch in herausfordernden Situationen und bringt den Lesern Gott näher, der mitten in Not und Leid anwesend ist und hindurchträgt. Die ausdrucksstarken und teils eigenwilligen Charaktere haben mir sehr gut gefallen und ich wollte den Roman beim Lesen kaum aus der Hand legen. Der Autorin ist ein wunderbarer Roman voller Spannung und mit erfahrbaren Glaubenssätzen gelungen, der eine schöne Liebesgeschichte erzählt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.
  • 4/5 Sterne

    angenehme Lesestunden!

    Ich bin sehr angetan von diesem Roman! Er hat mich in die Kolonialzeit nach Kanada/Toronto eintauchen lassen. Christine Hill Suntz hat die Lebensumstände dieser Zeit gut recherchiert und nimmt den Leser sehr gut in diese Epoche mit. Die politischen Hintergründe wurden von der Autorin aufgegriffen und in die Story eingeflochten. In Toronto kamen zu dieser Zeit viele Einwanderer aus Großbritannien oder Irland an, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in Kanada. Viele lebten jedoch desillusioniert in ärmlichen Verhältnissen ohne Perspektive. Auf der anderen Seite gab es die höhere Gesellschaft und den Geldadel. Daraus entwickelten sich im Laufe der Zeit politische Unruhen und die Forderung nach Reformen. Hier im Roman baute die Autorin eine besondere Spannung durch die persönliche Geschichte von Sara und der gesellschaftlichen Unterschiede der Hauptfiguren Sara und Evie mit ihrem Vater James auf.

    Zum Inhalt:

    Toronto im Jahr 1837: Sara O’Connor lebt in ärmlichen Verhältnissen. Zu Beginn des Romans ist sie auf der Suche nach einer Arbeitsstelle als Wäscherin an einem Gasthof, die für sie und die Großmutter das Überleben sichern soll. Sie bekommt die Gelegenheit dort zu arbeiten, wobei die Herrin offensichtlich sehr streng ist. Auf dem Anwesen des Gasthofs ist auch Evie, die Tochter des Anwalts James Kinney, die dort von einer Gouvernante unterrichtet wird. Manchmal versteckt sie sich bei Sara vor der Lehrerin, wodurch die beiden sich näher kennenlernen.
    Evie ist immer wieder der Bestrafung durch die Gouvernante ausgesetzt und bekommt Schläge. Das kann Sara nicht mit ansehen und wagt es, diesen Missstand anzusprechen. Dadurch fällt sie in Ungnade bei ihrer Herrin und verliert die Arbeitsstelle. Sie ist verzweifelt, denn ohne Arbeit und ohne Referenzen ist es eine Herausforderung durchzukommen. Evie hat nun keine Bezugsperson mehr und sucht Sara im Armenviertel. Ihr Vater James ist außer sich, als er bemerkt, dass seine Tochter allein an das andere Ende der Stadt ging. Er sucht nach ihr und lernt so die Großmutter und die Lebenswirklichkeit von den O‘Connors kennen. Doch James kann den Umgang von Sara mit seiner Tochter nicht gutheißen, da er ihn als nicht standesgemäß empfindet.
    Durch besondere Umstände wird Sara zu Evies Gouvernante, was für ihren gesellschaftlichen Stand normalerweise nicht denkbar ist.

    Auch wenn sich manche Gegebenheit schon früh andeutet, hat mich der Roman gut unterhalten und ich konnte mich sehr gut in die Story einfühlen. Es waren angenehme Lesestunden!
  • 5/5 Sterne

    Genau die richtige Mischung!

    Ich war gespannt auf meinen ersten Kananda-Roman. Dieses schöne Land ist in der christlichen Romanlandschaft ja seit Langem unterbesetzt und das hat mich ehrlich gesagt auch am meisten an „Das Wagnis der Wäscherin“ gereizt. Dass dabei auch eine Liebesgeschichte Teil der Story ist - klar, das lassen Cover und Klappentext schon erahnen.
    Und ich wurde nicht enttäuscht. „Das Wagnis der Wäscherin“ lässt sich wunderbar lesen! Ich habe nur wenige Tage dafür gebraucht und die Zeit mit diesem Buch sehr genossen. Es ist ein gelungener historischer Liebesroman mit genau der richtigen Mischung aus Tragik, Spannung, Romantik und Tiefgang. Bezüge zum Glauben sind klar vorhanden, aber spielen eine Nebenrolle.
    Die Hauptcharaktere sind sehr liebenswert und ihre Handlungen nachvollziehbar. Es ist natürlich klar, dass die Wäscherin Sara und der Anwalt James am Ende ein Paar werden – das zeichnet sich von vornherein ab. Doch der Weg dahin ist bewegend, einfallsreich und wirkt authentisch. Die historischen Bezüge sind gut in die Story eingeflochten und ich fand es spannend, im Nachwort zu erfahren, dass die Vorfahren der Autorin tatsächlich in die beschriebenen Ereignisse involviert waren.
    Für mich bekommt das Buch glatte 5 Sterne, da es meine Erwartungen an einen historischen Liebesroman vollkommen erfüllt hat. „Das Wagnis der Wäscherin“ bietet schöne Lesestunden und am Ende klappt man das Buch mit einem zufriedenen Seufzer zu. Bitte mehr von dieser Autorin!
  • 4/5 Sterne

    Kanada im 19. Jahrhundert

    Ich möchte vor dieser Rezension vorneweg nehmen, dass ich der Überzeugung bin, dass Geschichten immer die Gefühle des Lesenden ansprechen und das Empfinden dieser durch das eigene Erleben, die Lebenssituation etc. beeinflusst werden.
    Wie gut einem eine Geschichte gefällt, sagt nichts darüber aus, wie gut sie wirklich ist.
    Nicht jede Geschichte passt in dem Moment zu einem und ich glaube, dass ich dieses Buch zur falschen Zeit gelesen habe, um es wirklich in seiner ganzen Breite und Schönheit fassen zu können.
    Da ich es aber nicht mehr ändern kann, kann ich nur meine persönliche Meinung und mein persönliches Empfinden dazu wiedergeben:


    Das Wagnis der Wäscherin

    Autorin: Christine Hill Suntz
    Übersetzung: Silvia Lutz
    Verlag: Francke 2026
    Print: 352 Seiten
    Perspektive: Erzähler
    Altersempfehlung: ab ca. 13 Jahren
    3,5/5 Sternen

    Inhalt
    Die Wäscherin Sara O’Conner verhält sich nicht wie eine typische Bedienstete, weshalb sie mit ihrer Arbeitgeberin regelmäßig aneinandergerät, besonders nachdem sie das kleine Mädchen Evie Kinney immer wieder vor der boshaften Lehrerin beschützt.
    Über verschiedene Weg gelangt Sarah als Gouvernante zu Evie ins Haus und kämpft ab da gegen die Anziehungskraft zu deren Vater, James Kinney an.
    Wie die beiden zueinander stehen, aus welcher Welt Sarah wirklich stammt, welchen herausfordernden Lebensweg sie hinter sich hat und wie der Glaube Evie, James und Sarah begleitet und beinflusst, liest man in dieser Geschichte.

    Meine Gedanken zum Buch:
    Das Buch wartet mit einigen schönen Szenen auf und man findet manche ermutigende Aussage. Die beiden Hauptprotagonisten lernen offene und ehrliche Kommunikation untereinander. Sie lernen dem anderen und Gott zu vertrauen. Weitere wichtige Themen sind: Vergebung und Liebe, die überwindet.

    Die Geschichte entwickelt sich sanft und relativ langsam. Schnell konnte ich durchschauen, worauf es hinausläuft, was mir die Neugier geraubt hat. Ich empfand die Geschichte oftmals als dahinplätschernd, da es an wirklicher Aufregung oder Dramatik fehlte, weshalb ich nie wirklich den Wunsch verspürte, weiterzulesen - hab ich aber offenkundig trotzdem gemacht.

    Die Ereignisse konnten mich leider nicht wirklich fesseln und auch mit Sara tat ich mir ehrlich gesagt schwer. Das Verhalten empfand ich stellenweise als gekünstelt und nicht wirklich authentisch. Das bezog sich nicht nur auf Sara, sondern eher auch auf ihre Großmutter und wie diese mit James Kinney sprach und mit ihm umging. Doch auch bei anderen Personen empfand ich so.

    Ich mochte auch nicht, wie die Vergangenheit offengelegt wurde. Immer wieder häppchenweise gab es Hinweise, die jedoch so nebensächlich geschrieben wurden, sodass ich nicht wirklich überrascht war. Auch die Auflösung einer jahrelangen Problematik, die das Handeln Saras maßgeblich beeinflusste, wurde ohne große Aufregung gelöst. Da hätte es gern ein wenig mehr Dramatik vertragen.

    Leider konnte ich die Beweggründe der Protagonisten nicht wirklich nachvollziehen, weshalb ich oftmals kein Verständnis für sie aufbringen konnte und der Schreibstil der Autorin hat es leider auch nicht geschafft mich nachhaltig zu fesseln. Die Emotionen sind leider nicht auf mich übergesprungen und die Figuren blieben für mich flach.

    Fazit
    Diese Geschichte war eine nette Geschichte. Die mir vermutlich jedoch nicht im Gedächtnis bleiben wird.

    Das ist mein persönliches Empfinden der Geschichte gegenüber und spiegelt nicht die Meinung anderer wieder. Ich weiß, dass viele andere sehr begeistert von der Geschichte sind!

    Deshalb möchte ich das Buch absolut an alle Leser empfehlen, die etwas über das Leben der Siedler in Toronto erfahren möchten. Die sich den Herausforderungen stellen möchten, denen Frauen, aber auch Arme begegneten, oder die etwas über die Vorgehensweise der Rebellen gegen die Herrschaft der englischen Krone erfahren möchten. Wer Geschichten ohne große Dramatik liebt, sich einfach sanft umspülen lassen möchte, einer Liebesgeschichte folgen mag, die die Thematik Witwendasein und verwaiste Kinder behandelt, wird sich an dieser Geschichte sicherlich erfreuen.
  • 5/5 Sterne

    eine Geschichte über Vergebung und Neuanfang

    Dieser Roman hat mir sehr angenehme Lesestunden beschert. Ab Seite eins bin ich in die Geschichte eingetaucht und wurde von Kapitel zu Kapitel mitgerissen.

    Besonders interessant fand ich persönlich das Gefühl, dass ich bei jedem Kapitel hatte. Unterschwellig war da immer das Gefühl eines Geheimnisses, dass im Laufe der Geschichte dann ans Licht gekommen ist.

    Viele Aspekte der Geschichte empfand ich ebenfalls als sehr realitätsnah, zum Beispiel dass Gott einen durch schwierige Lebensumstände durch trägt und das eben durch solche Schwierigkeiten der Glaube geprüft und gestärkt wird. Themen wie Vergebung, Hoffnung und Neuanfang wurden genauso realitätsnah behandelt.

    Der Schreibstil ist einfach und sehr angenehm beim Lesen. Die Situationen wurden detailreich beschrieben und man konnte sich das Geschehene bildlich gut vorstellen.

    Fazit: Ein wirklich toller Roman, der einem schöne Lesestunden bescheren wird.
  • 5/5 Sterne

    Wenn Glaube leise wirkt und Herzen verändert

    Dieser Roman ist ein wahres Mosaik aus besonderen Momenten und außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Vor dem Hintergrund einer aufwühlenden, historisch geprägten Zeit entfaltet sich eine warmherzige, romantische Geschichte über verletzte Gefühle, Vergebung, Vertrauen und die Kraft von Neuanfängen.

    Im Mittelpunkt steht James Kinney, ein Anwalt, der zwischen Verantwortung, inneren Konflikten und gesellschaftlichen Spannungen zerrieben wird. Sein Ringen um den richtigen Weg, als Freund, als Vater und als Mensch, wirkt zutiefst authentisch. Besonders berührend ist seine Beziehung zu seiner kleinen Tochter Evie, deren liebevolle Beharrlichkeit ihm immer wieder den Spiegel vorhält und ihn zwingt, seine Überzeugungen neu zu hinterfragen.

    Mit Sara O’Connor tritt eine Figur in sein Leben, die leise, aber kraftvoll wirkt. Ihre Zweifel an ihrem Glauben, ihre innere Zerrissenheit und ihr verborgenes Geheimnis machen sie zu einer Figur, die man sofort ins Herz schließt. Ihre Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie schmerzhaft, aber auch heilsam Glaubensfragen sein können, besonders dann, wenn sie nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Mitgefühl begleitet werden.

    Genau hier glänzt der Roman besonders durch Nebenfiguren, die mit Wärme und gelebtem Glauben überzeugen. Saras Großmutter und Mrs. Hobbs sind wundervolle Beispiele dafür, wie Glauben prägen kann, ohne aufdringlich zu sein. Sie geben Halt, schenken Hoffnung und setzen genau dann Impulse, wenn sie gebraucht werden. Auch der kleine Stalljunge Henry berührt mit seiner selbstlosen Treue und seinem großen Herzen.

    Evie schließlich ist das emotionale Herz der Geschichte. Ihre kindliche Offenheit, ihre Liebe und ihr unerschütterliches Vertrauen verleihen dem Roman eine besondere Tiefe und Leichtigkeit zugleich.

    Insgesamt ist dies ein glaubensstärkender Roman, der zeigt, dass Hoffnung, Trost und Liebe selbst dort wachsen können, wo Zweifel, Verlust und gesellschaftliche Grenzen scheinbar unüberwindbar sind. Eine Geschichte, die berührt, nachklingt und den Blick für das Wesentliche öffnet, unabhängig von Herkunft oder Stand.
  • 4/5 Sterne

    Machtmissbrauch, Angst, Hoffnung, Liebe

    "Das Wagnis der Wäscherin" ist mein erstes Buch von Christine Hill Suntz, aber definitiv nicht mein letztes. Es hatte vor allem zu Beginn eine enorme Sogwirkung auf mich.

    Kaum angefangen, bin ich versunken und musste mich zwingen, das Buch nach der Hälfte aus der Hand zu legen. Anschließend wieder reinzukommen, fiel mir allerdings etwas schwerer. Es gab Passagen, die mich trotz der Spannung nicht mehr ganz fesseln konnten, und doch habe ich den zweiten Teil ebenfalls in einem Rutsch durchgelesen und mag das Buch sehr gerne.

    Es ist eine tolle Geschichte, warmherzig, intensiv, mit einigen Überraschungen, wenn auch mit einem vorhersehbaren Ende. Doch der Weg dorthin war turbulent und aufregend, und nicht alles habe ich kommen sehen, ja, in einem Punkt war ich auf dem falschen Weg. Dadurch blieb die Geschichte grundsätzlich interessant, und ich habe sowohl Sara als auch Evie und ihren Vater gerne kennengelernt und begleitet.

    Dabei geht es um Armut, Standesunterschiede, Machtmissbrauch, Herzlichkeit, Vergebung, Neuanfänge und Glück.

    Die Charaktere waren realistisch und liebenswert beschrieben und vor allem Sara und James machen eine große Entwicklung durch.

    Meine Lieblinge waren allerdings Großmutter O'Conner und Mrs. Hobbes. Ich mochte ihre Aussagen, ihre Weisheit und ihre herzliche Liebe dem Nächsten gegenüber. Sie sahen oft tiefer und wussten, wann es zu sprechen galt.

    Dieses Buch ging mir tief ins Herz und beim Lesen habe ich den Schmerz gespürt, die Emotionen allesamt durchlebt und bin der stillen Sehnsucht nach einem friedlichen Leben gefolgt.

    Am Ende habe ich das Buch mit einem wohligen Gefühl und einem Lächeln auf den Lippen geschlossen und kann sagen: Dieses Buch ist lesenswert und schenkt tolle und intensive Unterhaltung.
  • 5/5 Sterne

    Der mutige Weg der Sara O`Connor

    DAS WAGNIS DER WÄSCHERIN , erschienen im Januar 2026 bei Franckebuch, von Christine Hill Suntz hat mich von der ersten Seite an gepackt, abgeholt und nicht mehr losgelassen...
    Es war für mich ein außergewöhnliches Leseerlebnis, dass ich so schnell nicht mehr vergessen werde.
    Im Normalfall lese ich mehrere Bücher bzw. Genren parallel, aber bei diesem musste ich einfach weiter lesen und hab alles um mich herum vergessen...

    Die Geschichte selbst besteht aus 2 Handlungssträngen:
    Wir schreiben das Jahr 1837 in Toronto
    Sara O' Connor arbeitet als Wäscherin und lebt mit der Großmutter ihres verstorbenen Mannes in einem Armenviertel in Toronto.
    Der Anwalt James Kinney ,Witwer und Vater der neunjährigen Evie, lässt seine Tochter zusammen mit den in ihrer Nähe lebenden Coopers Sisters von deren Gouvernante unterrichten.
    Bei den Coopers ist auch Saras Arbeits platz als Wäscherin und so wird sie
    Zeugin der nicht gewaltfreien Erziehungs- und Lehrmethoden der Gouvernante und dem Mobbing der Cooper Schwestern gegen die kleine Evie.

    Da Evie des öfteren die Flucht aus dem Schulzimmer ergreift und im Pferdestall Schutz sucht, lernt sie Sara kennen und vertraut ihr.
    Schnell merkt Evie, dass hinter Sarah eine warmherzige, kluge und mutige junge Frau steckt, die Französisch kann und Gedichte rezitiert...
    Bei einem erneuten Zwischenfall mit der Gouvernante kann Sara nicht länger schweigen und verliert ihre Anstellung.

    James Kinney ist dankbar, dass Sara ihm die Augen bezüglich der Gouvernante geöffnet hat, unterbindet aber eine weitere Beziehung zwischen Evie und ihr, da sie aus nicht miteinander vereinbarenden Gesellschaftsschichten kommen und er die Zukunft seiner Tochter nicht gefährden will.

    Dann aber erkrankt Evie lebensgefährlich und ruft in ihren Fieberträumen nach Sara...

    Mein Leseeindruck:
    Das mich bereits in Bann ziehende Cover in Verbindung mit der ansprechenden Kurzbeschreibung hat meine Erwartungen nicht enttäuscht.

    Man taucht in die Geschichte ein, lernt wunderbare Protagonisten kennen und lieben und wird gepackt von Mut, Geheimnissen und fesselnden Vergangenheitsgeschichten.
    Der Glaube und zuversichtliches Gottvertrauen, besonders in ausweglosen Situationen spielt eine zentrale Rolle. Sie werden ganz natürlich in die Handlung eingewoben und geben dem Roman die Hoffnungsperspektive, die die Besonderheit dieses Debüts ausstrahlt.
    Auch die kanadischen Geschichte im frühen 19.Jahrhundert ist ein Teil dieser wunderbar zu lesenden historischen Fiktion.

    Mein Fazit
    Ein außergewöhnliches Buch und ein mehr als gelungener Debütroman, der für mich zu einem wunderbaren Auftakt für einen tollen Lesefrühling bei Franckebuch geworden ist.

  • 5/5 Sterne

    Ein gelungener historischer Roman, der gute Einblicke in das Leben in Toronto im Jahr 1837 bietet

    Das Buch „Das Wagnis der Wäscherin“ ist das erste Buch, welches ich von der Autorin Christine Hill Suntz gelesen habe und es hat mich überzeugt noch andere Bücher der Autorin zu lesen.

    Dieses Buch führt den Leser nach Toronto in das Jahr 1837. Hier begegnen sich die Wäscherin Sara O’Connor und Evie, die Tochter von James Kinney, einem angesehenen Anwalt. Schnell wird klar, dass diese Freundschaft nicht passend ist. Doch Sara lässt sich nicht abhalten, Evie vor der strengen Gouvernante zu schützen, damit Evie nicht dasselbe erleiden muss wie Sara. Die Folge ist, dass Sara entlassen wird und wieder mittellos auf der Straße landet. Wird sich ihr Schicksal noch wenden? Ihre Großmutter ist überzeugt davon, aber Sara kann es nicht glauben, dass es einen Gott gibt, der es gut mit ihr meint.

    Die Geschichte von Sara, Evie und James spielt vor dem historischen Hintergrund der Upper Canada Rebellion. Diese Historie wurde von der Autorin gut recherchiert und ihre Erzählung passt hervorragend zu dem Zeitgeschehen, da die Protagonisten des Romans genau unter den Problemen leiden, die diese Zeit hervorgebracht hat und die Rebellion verursacht haben. Die Charaktere von ihren Haupt- und Nebenpersonen hat Christine Hill Suntz genauso liebevoll wie gekonnt aufgebaut. Jede gute Erzählung braucht eine gläubige Großmutter und eine resolute Mrs. Hobbes! Nicht zu vergessen Henry, den „Mann“ für alle Fälle! Bildhaft vorstellbar ist auch das Setting der Geschichte, ich habe jedenfalls jede Szene gut vor Augen gehabt.

    Die Geschichte wird einfach wunderbar erzählt; romantisch, spannend, historisch, was möchte man mehr, um einfach für einige Lesestunden abzutauchen. Die christlichen Aspekte, die in der Erzählung vorkommen, sind gekonnt mit der Geschichte verwoben. So hat für mich der Roman noch an Tiefe gewonnen.

    Insgesamt gesehen gibt es von mir eine klare Leseempfehlung und ich hoffe, dass der Verlag noch mehr Romane von der Autorin veröffentlicht.

  • 5/5 Sterne

    Ein Herzensbuch und absolutes Lesehighlight!

    Ich habe in diesem ersten Monat des neuen Jahres schon einige wirklich gute Romane gelesen, aber dieser hier ist mein erstes Jahreshighlight! Ein absolutes Herzensbuch und daher eine ganz große Leseempfehlung meinerseits!

    „Das Wagnis der Wäscherin“ war mein erster Roman von Christine Hill Suntz und sie hat sich mit dieser Geschichte direkt in mein Herz geschrieben! Ich freue mich jetzt schon darauf, andere Bücher von ihr zu entdecken!

    Doch nun zum Inhalt:

    Sara O´ Connor lebt mit der Großmutter ihres verstorbenen Mannes in einem Armenviertel Torontos. Als sie eine Anstellung als Wäscherin ergattert, ist sie heilfroh, denn ihnen fehlt das Geld auf allen Seiten und sie brauchen dringend Finanzen für Lebensmittel und Miete.

    Allerdings ist die Arbeit bei der Gaststätte nicht nur körperlich sehr hart, sondern vor allem der Umgang der Chefin mit ihr ist sehr grob. Ein Lichtblick ist die kleine Evie, die sie bald kennenlernt. Die Kleine wird zusammen mit den Töchtern der Besitzerin von einer strengen und unfreundlichen Gouvernante unterrichtet und versteckt sich öfters im Stall bei den Pferden. Dort begegnen sich Sara und Evie auch das erste Mal. Sie verstehen sich auf Anhieb und Sara wird innerhalb kürzester Zeit wie ein Muttersatz für die Halbwaise.

    Denn obwohl Evies Vater – der Anwalt James Kinney – alles in seiner Macht Stehende tut, um seiner Tochter Vater und Mutter zu sein, so weiß er selbst nur zu gut, dass er nie ihre Mutter ersetzen kann. Er liebt seine kleine Tochter von ganzem Herzen und will nur das Beste für sie. Daher kam auch die Idee mit dem Unterricht bei der Gouvernante. Er hat keine Ahnung, dass diese eine grausame Frau ist, die es auf Evie abgesehen hat und sie sogar schlägt.

    Als die Sache ans Licht kommt – die Wäscherin Sara spielt dabei eine wesentliche Rolle und zahlt für ihren Mut auch einen hohen Preis – nimmt er seine Tochter sofort aus dem Unterricht und weg von diesem Ort.

    Obwohl er Sara sehr dankbar ist und die junge Frau auch sehr faszinierend findet – welche Wäscherin spricht auch Französisch, rezitiert Gedichte und kennt sich so gut in der Welt der Literatur aus? - so möchte er den Kontakt zwischen Evie und ihr trotzdem unterbinden. Etwas, dass sowohl Evie, als auch Sara das Herz bricht.

    Als seine Tochter eines Tages plötzlich schwer erkrankt und im Fieberdelirium immer wieder nach Sara ruft, weiß James, dass er die Wäscherin finden und zu Evie bringen muss.

    Eine Entscheidung, die nicht nur Saras, sondern ihrer aller Leben für immer verändern wird…

    Ein absolut wundervoller Roman, der mit einer starken Handlung, berührender Geschichte, wertvollem Glaubensinhalt, umwerfenden Protagonisten und einer schöner Liebesgeschichte einfach alles hat, was ein toller Roman beinhalten muss.

    Sara, Evie, die Großmutter, James und Henry sind mir allesamt sehr ans Herz gewachsen. Die zarte Liebesbeziehung, die sich zwischen Sara und James entwickelt ist einfach nur schön und Evie mit ihrer lieben und äußerst intelligenten Art eine reine Freude!

    Ich tue mir beim Schreiben dieser Rezension regelrecht etwas schwer, denn ich habe das Gefühl, dass ich dem Buch gar nicht gerecht werden kann. Es gäbe so viel zu sagen, aber immerhin sollt ihr die Geschichte ja selber lesen!

    Jedenfalls ist der Autorin mit diesem historischen Roman ein wahres Herzenshighlight gelungen, das mir wundervolle Lesestunden beschert hat und das ich jedem nur ans Herz legen kann!
  • 5/5 Sterne

    Historischer Roman über die Kluft zwischen Arm und Reich

    Ein wunderbarer, historischer Roman rund um die Wäscherin Sara und den Anwalt James mit seiner Tochter Evie. Schnell wird klar, dass hinter der Wäscherin mehr stecken muss, als eine einfache Dienstbotin. Denn zum einen fällt es ihr schwer sich still unterzuordnen, aber noch viel mehr spricht ihre Bildung für ein Geheimnis, das sie mit sich trägt.

    Auch wenn man zu Beginn noch nicht viel über Saras Hintergründe weiß, wie und warum sie als Wäscherin arbeitet, war sie mir sofort sympathisch. Sie sieht Evie und nimmt wahr, wie es ihr wirklich geht. Sara ist hilfsbereit und liebevoll, ergreift aber auch mutig für andere Partei.

    James ist nicht nur ein angesehener Anwalt, sondern auch ein liebevoller Vater. Das Glück seiner Tochter geht ihm über alles. Schon bei der ersten Begegnung ist er von Saras Haltung beeindruckt. Warum nur lassen ihn die Gedanken an diese einfache Wäscherin nicht los?

    Von den „Nebenfiguren“ ist ganz klar Henry mein Liebling: Immer zur rechten Zeit am rechten Ort und mit dem Herz am rechten Fleck. Ein toller Junge, den man einfach gern haben muss.

    Sehr gut sind Themen wie Hilfsbereitschaft und Vergebung eingebunden. Die Missstände zwischen Arm und Reich werden sehr deutlich veranschaulicht. Der christliche Glaube spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und Sara lernt wieder auf Gott zu vertrauen.
    Zitat: „Du denkst, Gott hätte dich verlassen, aber tief in deinem Herzen weißt du, dass das nicht stimmt. Er war die ganze Zeit da und hat dich gestützt, bis du wieder selbst stehen konntest.“ S. 185

    Dies war mein erstes Buch der Autorin, dem hoffentlich noch viele folgen werden.
    Ein sehr lesenswerter und unterhaltsamer Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle.
  • 5/5 Sterne

    Nachdenkenswert

    Sarah, ausgestoßen von ihrem Vater, schätzt den Hochmut der privilegierten reichen Schicht nicht und beschließt, unter ihrem Niveau zu heiraten und unter dem Fußvolk zu leben. Das Sprichwort Kleider machen Leute, trifft die Ansicht viele Leute, auch James Kinneys. So achtet er zunächst nicht auf Sarah, versteht auch nicht, welches Interesse seine Tochter an ihr hat, bis zu dem Zeitpunkt, als er auf Wunsch seiner Tochter bei ihrer Krankheit, ihrer bedarf. Dort lernt er eine Frau kennen, die so ganz anders ist, als er "ihrem Stand nach" - sie war wie eine Arme bekleidet -, gedacht hatte und freundet sich mit ihr an und heiratet sie. Als er nach einer Rebellion versehentlich im Gefängnis landet, kann sie ihm dort mit Hilfe heraushelfen.
  • 5/5 Sterne

    Ein großes Highlight für mich!

    Bei diesem Buch kann ich nur sagen: Wow, wow, wow! Die Geschichte ist einfach der Hammer.

    Besonders gut gefallen hat mir die Thematik rund um die Wäscherin. Außerdem werden wichtige Themen wie Arm und Reich, Liebe, Hilfsbereitschaft und vieles mehr aufgegriffen und fein miteinander verwoben.

    Toronto, 1837:
    Sara O’Connor ist eine Wäscherin und froh, überhaupt eine Anstellung zu haben – auch wenn ihre Arbeitgeberin sie alles andere als freundlich behandelt. Doch Sara arbeitet nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für ihre Großmutter. Immer wieder taucht ein Mädchen namens Evie auf, das Sara sofort ins Herz schließt. Der Kontakt zu ihr könnte jedoch Saras Arbeit gefährden. Als Evie einen Konflikt mit ihrer Gouvernante bekommt, kann Sara nicht tatenlos zusehen und setzt sich für das Mädchen ein. Die Konsequenz: Sara wird entlassen.

    Neben Sara gibt es einen zweiten Hauptcharakter: James Kinney, er ist Anwalt und der Vater der kleinen Evie. Durch seine Tochter lernt er Sara kennen – und seitdem geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Doch eine Beziehung zu einer einfachen Wäscherin passt für ihn gesellschaftlich eigentlich nicht infrage.
    Als Evie jedoch schwer krank wird, bleibt James nichts anderes übrig, als Sara um Hilfe zu bitten. Sie besitzt Heilwissen und liebt seine Tochter von ganzem Herzen. Gleichzeitig gerät James immer tiefer in die politischen Unruhen der Stadt. Wie wird sich alles entwickeln?

    Dieses Buch hat mich fasziniert, berührt und regelrecht umgehauen. Die Charaktere wirken real und authentisch, sodass ich mich beim Lesen oft gefühlt habe, als wäre ich selbst Teil der Geschichte. Besonders die kleine Evie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Aber auch Sara und James sind äußerst sympathische Figuren. Saras Großmutter fand ich besonders beeindruckend: Ihre Wärme und ihr tiefer Glaube haben mich sehr berührt – für mich ein echtes Vorbild.

    Der Schreibstil ist angenehm flüssig und sehr mitreißend. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich dieses Buch vollkommen begeistert.

    Ein Buch, das ich zu 100 % weiterempfehle!
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