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Stimmen zum Produkt
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»Mit dem Lied „Amazing Grace“ errang John Newton (1725–1807) Weltruhm. Der fesselnde Roman „Die Melodie der Gnade“ erzählt Newtons Lebensgeschichte auf Basis seiner Schriften. [...] Der Roman ist nicht nur ein spannendes Zeitzeugnis, sondern zeigt auch, was mit Gottes Gnade möglich ist – nicht nur seit Erscheinen des Liedes vor mehr als 250 Jahren.« Johannes Blöcher-Weil, PRO Medienmagazin
»Dieses Buch ist zwar sehr krass zum Lesen, doch genauso spannend und informativ über die damaligen Zeiten des Sklavenhandels und macht tief betroffen wie dies möglich war. Es ist berührend, wie John Newton Gottes Gnade erlebt und das Lied „Amazing Grace“ entsteht.«
Christa Keip, jesus.de
Bewertungen
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von KleinerVampir (Veröffentlicht am 22.08.2025)
Inhaltlich durchaus interessant aber stellenweise sehr zäh. Keine leichte Kost - ein Pageturner war es nicht.
Buchinhalt:
Der im 18. Jahrhundert lebende John Newton, von dem das bekannte Kirchenlied „Amazing Grace“ stammt, ist Hauptfigur dieser Biografie, die die beiden großen Lebensabschnitte des ehemaligen Seefahrers, Sklavenhändlers und schließlich dann Pastors beleuchtet. Dabei bedienen sich die beiden Autoren einer sehr genauen Quellenrecherche, fügen aber auch fiktive Passsagen mit ein, um die Lücken im Leben der Hauptfigur erzählerisch zu füllen. Wer war der Mann, der einen Sinneswandel vom Saulus zum Paulus durchlebte und schließlich für das berühmte Leid verantwortlich zeichnete?
Persönlicher Eindruck:
„Amazing Grace“ verbinde ich persönlich mit verschiedenen Personen und Begebenheiten und habe mir eigentlich noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht, wie es entstanden sein könnte und was der Auslöser dafür war. Daher kam für mich dieser biografische Roman gerade zur richtigen Zeit. Dennoch bin ich sehr zwiegespalten – einerseits gibt er durch fundierte Recherche ausreichend Aufschluss über die Beweggründe und das Leben des Verfassers, andererseits will die Geschichte einfach zu viel auf einmal.
Warum empfinde ich so? Nun, zunächst liest sich das Buch wie ein Seefahrerroman á la Horatio Hornblower, zeigt Entbehrungen und das schonungslose alltägliche Leben auf den Segelschiffen im 18. Jahrhundert, will aber gleichzeitig Erweckungs- und Bekehrungsgeschichte sein für die Hauptfigur, den Kapitänssohn John Newton. Denn seine Bekehrung, wenn man es so will, ist der Auslöser für einen radikalen Sinneswandel und schließlich für die Entstehung von „Amazing Grace“. Doch ich frage mich: warum spielt das Lied, das hier sogar titelgebend ist, erst im letzten Viertel der Geschichte überhaupt eine Rolle und dann auch nur derart untergeordnet?
Newton wächst auf bei seinem Vater, einem strengen und erbarmungslosen Kapitän, dem er nie wirklich genügt. Später wird er zur Marine verschleppt und landet als Matrose auf einem Sklavenschiff, wird nach Jahren selbst Kapitän und kauft Sklaven ein – erst das Erlebnis, bei einem furchtbaren Sturm von einer höheren Macht gerettet worden zu sein, lässt Newton innehalten und sein Leben neu überdenken. In der zweiten Hälfte seines Daseins wird er schließlich Pastor und Liederdichter, wendet sich Gott zu und ändert sein Leben radikal.
Ich bin ehrlich: viele Dinge wurden sehr ausführlich geschildert, andere dafür recht schnell abgehandelt. Zu keiner Zeit war das Buch für mich eine spannende und leicht zu lesende Lektüre. Durch zahlreiche Längen, insbesondere in der Seefahrerzeit Newtons, bläht sich der Plot derart auf, so dass ich öfter dachte: wenn sich jetzt nicht bald mal was tut, lese ich quer. Und das ist das k.o-Kriterium für jedes Buch.
Zweifelsfrei ist der Sinneswandel, den Newton durchlebt, bewegend und interessant, doch ich hatte einfach mehr erwartet hinsichtlich des berühmten Liedes und das war dann doch eher eine Randerscheinung. Schade.
Insgesamt ein Buch für eingefleischte Fans von Biografien, aber eher kein Buch für historisch Interessierte, die auch eine spannende und mitreißende Handlung erwarten.
Ich kann nur eine mittlere Bewertung von drei Punkten geben. Ein Pageturner war es auf keinen Fall. -
von Michaela (Veröffentlicht am 10.08.2025)
Keine leichte Kost, aber nachhaltig bewegend
„Die Melodie der Gnade“ ist eine eindrückliche Romanbiografie über John Newton, den Mann, der einst Kapitän eines Sklavenschiffs war und später durch die Gnade Gottes zu einer der ersten Stimmen gegen den Sklavenhandel im 18. Jahrhundert wurde. Basierend auf Newtons eigenen Schriften und sorgfältig recherchierten historischen Quellen, erzählen Bruce Hindmarsh und Craig Borlase die wahre Geschichte hinter dem weltberühmten Lied „Amazing Grace“.
Die Autoren schaffen es, die raue Realität der damaligen Zeit greifbar zu machen:
das brutale Leben auf den Schiffen, die Grausamkeit des Sklavenhandels und die innere Wandlung eines Mannes, der zunächst zu den schlimmsten Akteuren zählte. Diese Beschreibungen sind nichts für „schwache Nerven“. Die Brutalität wird nicht beschönigt und manche Passagen gehen unter die Haut.
Besonders beeindruckend ist die akribische Recherchearbeit. Am Ende des Buches finden sich ausführliche Quellenhinweise (geordnet nach Kapiteln), die zeigen, wie sehr die Autoren um historische Genauigkeit bemüht waren. Zugleich verleihen fiktive, aber plausible Dialoge der Geschichte Lebendigkeit und Nähe.
Das Buch ist geistlich tiefgründig und transportiert die Botschaft der Gnade, die Newton erfahren hat. Stellenweise wirken manche Passagen etwas langatmig, doch wer sich darauf einlässt, erhält einen bewegenden Einblick in eine dunkle Epoche und in die Kraft der Verwandlung durch Gottes Wirken.
Für alle, die mehr über „Amazing Grace“ und den Mann hinter diesem Lied erfahren möchten ist dieses Werk sehr zu empfehlen. Keine leichte Kost, aber nachhaltig bewegend.
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von Jana (Veröffentlicht am 03.08.2025)
Eine beeindruckende Geschichte
In diesem Buch geht es um John Newton – Seefahrer, später Prediger, und bekannt als der Verfasser von Amazing Grace. Er erlebt viel Leid, sieht das Grauen der Welt – und ist selbst Teil davon. Doch genau in diesem Dunkel beginnt seine Wandlung: Er begegnet Gott und stellt sich schließlich entschieden gegen den Sklavenhandel.
Diese Romanbiografie geht tief unter die Haut. Viele Schilderungen haben mich sprachlos gemacht – das Leid, das Menschen ertragen mussten, ist kaum vorstellbar. Gleichzeitig empfand ich Dankbarkeit: Dankbar dafür, heute in einer anderen Zeit leben zu dürfen.
Es ist ein eindrucksvolles, bewegendes Buch mit einer starken Botschaft. Die Geschichte lässt einen nicht unberührt. Besonders für mich, da ich das Lied Amazing Grace gut kenne, war es faszinierend, mehr über dessen Entstehung und die Geschichte dahinter zu erfahren. Aber auch für Leser, die das Lied vielleicht nicht kennen – was wohl selten der Fall ist –, ist dieses Buch absolut lesenswert.
Die Geschehnisse sind eindringlich und detailreich beschrieben. Man spürt, dass die Autoren sorgfältig recherchiert haben und sich auf verlässliche Quellen stützen. Dadurch gewinnt das Buch an Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Es ist keine leichte Lektüre – und doch eine, die man gelesen haben sollte.
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von Regina (Veröffentlicht am 21.07.2025)
Melodie der Gnade
Ich habe bereits eine Biographie über John Newton und das Lied Amazing Grace gelesen und war schon damals fasziniert, die Geschichte hinter diesem bekannten Lied zu erfahren, aber diese Art und Weise der Erzählung hat mich nochmals total gepackt und und mir die Lebensgeschichte von Newton noch mehr ans Herz gelegt.
Mir ist natürlich bewusst, dass einige Details etwas ausgeschmückt wurden, wie auch im Vorwort des Buches erwähnt, aber nichtsdestotrotz wurden alle anderen ausschlaggebenden Informationen aus Briefen und anderen zuverlässigen Quellen entnommen.
Der Schreibstil ist einfach und packend. Man kann dem Verlauf der Geschichte folgen und fühlt mit Newton mit. Die verschiedenen Episoden, die Newton während seines Lebens durchläuft, die von Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Liebe, Wut, Angst und anschließend der rettenden Gnade gekennzeichnet sind, werden detailreich beschrieben.
Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall, die Geschichte hinter dem Lied kennen zu lernen. -
von irveliest (Veröffentlicht am 15.07.2025)
Wer kennt es nicht, das weltberühmte Lied „Amazing Grace“. Sowohl in der originalen englischen als auch in der deutschen Version mutet es fast schon wie eine Hymne an. Und eigentlich ist es das auch, denn was ist größer als die Gnade Gottes, die Sünder wie uns rettet?
Diese Roman-Biografie erzählt von der Entstehung des Liedes, wobei dies sehr wenig Raum im Buch bekommt. Die Autoren legen mehr Wert darauf, das Leben des Verfassers John Newton zu beleuchten, was ich sinnvoll finde. Denn ohne die Lebensumstände, das Auf und Ab sowohl im persönlichen als auch im Glaubensleben John Newtons zu kennen, ist der intensive Text von „Amazing Grace“ in seiner ganzen Tiefe zwar zu verstehen, aber nicht zu begreifen.
„Es gibt nichts, was so ungeheuerlich, so grausam, so bedrückend und zerstörerisch ist wie der afrikanische Sklavenhandel.(...) Wenn die Menschen das Anliegen der unterdrückten Afrikaner nicht verteidigen, komme ich nicht umhin zu glauben, dass der Richter über die ganze Erde die Sache selbst in die Hand nehmen wird. Mein Herz bebt angesichts der Konsequenzen.“
Der Verfasser des Liedes hat eine 180 Grad Wende vollführt. War er zunächst in seinen geistlich schwachen Phasen getrieben von Ehrgeiz, Ruhm und Geldgier, so strebte er nach einem Wendepunkt in seinem Leben mehr nach Gnade und Wiedergutmachung. Das war auch bitter nötig. Denn das, was er während seiner Seezeit durch seine aktive Rolle am Sklavenhandel angerichtet hat – und das, obwohl er selbst zeitweise die Rolle des Ausgebeuteten kennengelernt hat -, ist eigentlich nicht wiedergutzumachen. Jedoch lässt sich John Newton davon nicht abbringen, bei jeder Gelegenheit die Schuld der Sklavenhändler, inklusive ihm selbst, anzuprangern und aufs Äußerste für eine Kehrtwende dieses schändlichen, menschenverachtenden Tuns zu kämpfen.
Tief aus seinem Herzen und seiner Seele entstammt der Text des hymnischen „Amazing Grace“, getragen von Newtons Überzeugung, durch die Gnade und Barmherzigkeit des Größten trotz aller Schuld und Sünde gerettet zu werden. Wobei dies keine einseitige Sache ist.
„Gottes Barmherzigkeit und Gnade sind real, aber wir müssen unseren Teil tun, um sie zu bekommen.“
Das Buch besteht aus zwei Teilen, einem, der ausführlich von John Newtons See- und Sündenzeit zwischen 1725 und 1754 erzählt, und einem kürzeren zweiten, der nach einer Unterbrechung von zehn Jahren Newtons Jahre von 1764 bis 1807 beleuchtet. Hier erleben wir die Phase nach seinem Sinnes- und Seelenwandel, die vergleichsweise geraffter beschrieben und mit viel Liedgut durchsetzt ist.
„Die Melodie der Gnade“ ist eine flüssig erzählte, gut lesbare Biografie des mir bis dato unbekannten Verfassers von „Amazing Grace“, die ich sehr informativ, jedoch an einigen Stellen etwas in die Länge gezogen, empfunden habe. Für die Entstehung des Liedes, das mehr erwähnt als wirklich behandelt wurde, hätte ich mir mehr Raum gewünscht. Dennoch kann ich dieses Buch sehr empfehlen, denn der Werdegang John Newtons ist wirklich interessant und die gut recherchierten Inhalte, größtenteils aus seinen persönlichen Aufzeichnungen, sind lebendig in das Erzählte mit eingeflossen. -
von Nicola's Lesestube (Veröffentlicht am 13.07.2025)
Gutes Buch mit einigen Längen
Diesem Buch merkt man an, das es den beiden Autoren sehr am Herzen liegt. Allein der Zusatz "basierend auf jahrelangen Recherchen" zeugt schon davon. Es wird sehr detailiert und ausführlich über Newtons Werdegang und Leben berichtet. Das auch so anschaulich, als wäre man mit dabei gewesen.
John Newton hat viel in seinem Leben durchgestanden und war nicht - wie keiner von uns- fehlerlos. Doch was er auch machte, er tat es mit einer erstaunlichen Stärke und Hingabe.
Für mich hatte das Buch jedoch einige Längen,war mir etwas zu ausführlich. Erst nach mehr als der Hälfte ging es ganz allmählich darum, wie dieses wunderbare Lied überhaupt entstanden ist.
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von Sara (Veröffentlicht am 01.07.2025)
„Brutal, ehrlich, hoffnungsvoll“
In der Romanbiografie „Die Melodie der Gnade“ beschreiben die Autoren Bruce Hindmarsh und Craig Borlase das Leben des Seefahrers und Predigers John Newton, der das berühmte Lied „Amazing Grace“ verfasst hatte. Dabei bedienen sie sich umfassenden Quellen, die alle im Buch hinten zu finden sind und die sowohl aus den Büchern und Aufzeichnungen Newtons selbst stammen als auch aus anderen Werken über ihn.
Die beiden Autoren schildern das überaus harte, herausfordernde und gnadenlos brutale Leben im 18. Jahrhundert, dem der junge Newton bereits in seinen Jugendjahren in die Augen blicken musste. Der Tod seiner geliebten Mutter, die Härte und Abwesenheit seines Vaters, die verschiedenen Marine- und Handelsschiffen, auf denen er nicht immer freiwillig unterwegs war, bis hin zum Sklavenhandel und der Zeit, in der er selbst als Sklave ohne jegliche Menschenwürde gehalten wurde, hinterließen tiefe Spuren des Hasses, der Verletzungen und der Angst auf allen Ebenen. Diese Begebenheiten waren so eindrücklich und fesselnd beschrieben, dass die Leserschaft nicht nur mitgerissen wird, sondern auch ins Nachdenken kommt.
Gott sei Dank blieb es nicht dabei, denn als Newton während eines Sturms, der beinahe der gesamten Schiffscrew das Leben kostete, zu Gott um Gnade schrie und dieser ihn erhörte, wandelte sich sein Leben auf erstaunliche Weise. Vom Gotteslästerer wird Newton zu einem Prediger des Evangeliums, der nach und nach seine eigenen Verfehlungen im Sklavenhandel erkennt und andere Gleichgesinnte tatkräftig dabei unterstützt, jenen abzuschaffen.
Dieser Roman, der auf vielen wahren Begebenheiten beruht, ist mir in seiner Ehrlichkeit sehr nahe gegangen. Dabei entstand ein tiefes Mitgefühl – nicht nur Newton, sondern auch den vielen Sklaven gegenüber – und der Anstoß, sich auch heute für Gerechtigkeit, für Gottes Reich und das Gute einzusetzen. Ich empfehle das Buch mit den Hintergründen zu einem meiner Lieblingslieder gerne weiter.
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