Details
Bewertungen
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von Bokkie (Veröffentlicht am 30.05.2025)
Ein tolles Buch
Eine Zeitreise führt nach Cornwall und London vor ca. 200 Jahren. Als Leser/in lernt man die Charaktere verschiedener Klassen der Gesellschaft kennen und erfährt viel über gesellschaftliche Denk- und Handlungsweisen, die zum Glück längst überholt sind. Die Figuren hadern nicht mit ihrem Schicksal, sondern lassen sich von Gott führen. Und werden von ihm begleitet und behütet. Dieses Buch ist sehr weise und feinfühlig geschrieben, dabei kommt die Spannung nicht zu kurz. Viele Lebensweisheiten und Erkenntnisse im Buch kann man für sich mitehmen und aufs eigene Leben übertragen . Das zweite Buch knüpft wunderbar an den ersten Band an, beantwortet einige Fragen aus Teil 1 und setzt die Geschichte der Charaktere auf fast kriminalistische Weise fort. Der Doppelband ist sehr gut recherchiert. Man möchte das Buch kaum aus der Hand legen, so interessant und berührend ist es geschrieben.
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von Minangel (Veröffentlicht am 16.05.2025)
Überraschend fesselnd
Meine ehrliche Meinung: ich hatte wirklich Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen, da so eine zähe Schwere herrschte. Immer wieder habe ich das Buch zur Seite gelegt und dann einige Tage später wieder begonnen. Und ganz ehrlich: ich bin sehr froh, dass ich daran geblieben bin. Auf einmal hatte mich die Geschichte gepackt und ich konnte sie gefesselt zu Ende lesen. Wir treffen Anfangs des 19. Jahrhunderts auf die Familie Greenwold, die über die Geburt ihrer schwächlichen Tochter entsetzt ist und diese weggibt, da sie nicht der erhofte männliche Erbe ist. Geprägt durch ihre Ziehmutter wächst Charlotte heran und wird wieder lieblos zurück ins Herrenhaus geholt. Sie droht fast an der Kälte ihrer Familie zu zerbrechen, hätte sie nicht liebe Menschen unter den Angestellten, die sie Auffangen. Ihr Erwachsen werden und schockierende Enthüllungen prägen den ersten Band. Im zweiten Band geht es weiter und eine Unbekannte und ein Verwandter erscheint auf der Bildfläche, der das Glück zu bedrohen droht…
Die Charaktere gewinnen an Tiefe und können durch positive Wandlungen überzeugen, wobei damit nur ein Teil gemeint ist. Andere Charaktere zeigen die volle Tiefe eines schlechten egoistischen erschreckenden Charakters. Somit ist man mit Kontroversen konfrontiert und hofft darauf, dass das Gute siegt. Gut gefallen hat mir, dass sowohl aus der Sicht der Angestellten wie auch der Lordschaft erzählt wird. Auch ist die Kluft nicht bei allen spürbar und durch echte Zuneigung und Freundschaft gekennzeichnet – das prägt den Hauptcharakter Lady Charlotte sehr zur ihrem Gunsten. Der Glauben findet Platz und prägt einzelne Sequenzen.
Fazit: wer daran bleibt, wird mit einer spannenden Geschichte belohnt und bekommt Einblicke in die damalige Zeit. Von mir gibt es 4 Sterne für das Gute in den Menschen.
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von KleinerVampir (Veröffentlicht am 02.05.2025)
Spannender Zweiteiler, aber auch nicht ohne manche Unglaubwürdigkeit. Dennoch ein Reißer, den man schwer wieder beiseite legt.....
Buchinhalt:
Cornwall im beginnenden 19. Jahrhundert: schon wieder gebiert Lady Greenwold ein Mädchen und nicht den erhofften Stammhalter. Das Baby wird einer Amme aus dem Dorf gebracht, die es als ihre Tochter aufzieht und Charlotte nennt. Erst Jahre später Holt der Lord seine verstoßene Tochter zurück, um sie mit einem Geschäftspartner zu verheiraten um sicherzustellen, dass das Anwesen der Greenwolds nicht an seinen Verhassten Vetter Malcolm fällt. Wieder zurück im Schoß der Familie deckt Charlotte schließlich ein schreckliches Familiengeheimnis auf....
Persönlicher Eindruck:
Die Cornwall Saga ist die überarbeitete Neuauflage der bereits vor einigen Jahren bei SCM erschienenen Einzelbände Wie Möwen im Wind und Die Rückkehr des Erben, jetzt als Doppelband in Taschenbuchausgabe, inhaltlich aufgearbeitet und konkretisiert. Es geht darin um eine fiktive adlige Gutsbesitzerfamilie im Südwesten Englands, deren Besitz in der Nähe des Fischerdorfes St. Ives in Cornwall verortet ist.
Im Zentrum der Handlung steht die verstoßene Tochter Charlotte, die von einer Bauersfrau aufgezogen wurde und als Heranwachsende von ihrem skrupellosen Vater wieder zurück ins Herrenhaus geholt wird. Charlotte ist der Spielball in einem Erbschaftsstreit zwischen Lord Greenwold und seinem Vetter Malcolm; dieser will sich zunutze machen, dass er der rechtmäßige Erbe des Besitzes sein wird, sollte der Lord keinen Sohn zeugen. Der Lord wiederum will Charlotte mit einem Helfershelfer verheiraten, damit dieser dann den Besitz erbt und der verhasste Vetter leer ausgeht. Soweit die Rahmenhandlung der Geschichte.
Im Zweiten Teil geht es dann um den 13jährigen Halbbruder von Charlotte, mit welchen Vetter Malcolm und der über Leichen gehende Waisenhaus- und Bordellbetreiber Mr. Creek sich den Grundbesitz der Greenwolds unter den Nagel reißen wollen.
Insgesamt ist die Geschichte sehr spannend und mitreißend, wobei es eine Zeit lang braucht bis er Leser in der Handlung Fuß fasst. Der Beginn ist relativ zäh und erst mit der Zeit steigt der Spannungsbogen. Im Hinblick darauf, dass es sich um eine bearbeitete Neuauflage handelt, hätte man vieles gerade am Anfang noch gestraffter und ohne Einbußen für die Handlung zusammenfassen können. Auch einige Unglaubwürdigkeiten wurden nicht ausgemerzt. So beispielsweise kann der 13jährige Edward eine schriftliche Nachricht hinterlassen, obwohl er im Armenviertel Londons aufwuchs und garantiert keine Schule besucht hat. Zudem Lord Jake, der als ehemaliger Pferdeknecht plötzlich ein Gut mit Ländereien mühelos verwaltet. So wirklich glaubwürdig war das für mich nicht.
Charlotte als Hauptfigur fällt auf durch unfassbare Naivität, zu Beginn aber auch später. Sie ist leichtgläubig und – man verzeihe mir den Ausdruck – treudoof, leicht und mit Schmeicheleien zu begeistern und denkt oft nicht von zwölf bis Mittag. Gerade im ersten Teil der Geschichte möchte man oft nicht glauben, wie einfältig sich die zukünftige Lady Greenwold gibt und dennoch immer wieder auf die Füße fällt.
Die christliche Grundthematik ist relativ sparsam eingeflochten und befasst sich vor allem mit dem Thema Gottvertrauen und Gottergebenheit.
Insgesamt hat mir der Doppelband gut gefallen, keine Frage. Er ist tatsächlich ein Reißer mit unglaublichen Geheimnissen, skrupellosen Schurken und dramatischen Wendungen, den man nur schwer wieder weglegt, hat man einmal mit Lesen begonnen.
Der Einblick in das Leben von Adel und Bediensteten im 19. Jahrhundert und die Schmugglervergangenheit Cornwalls wurden perfekt eingefangen und sorgen für packende Lesestunden! -
von Jana (Veröffentlicht am 30.04.2025)
Zwei Geschichten mit viel Herz und wichtigen Botschaften, die noch lange nachklingen.
In „Wie Möwen im Wind“ geht es um die kleine Charlotte, die in ihrer eigenen Familie keine Liebe erfährt. Stattdessen wird sie in die Obhut einer warmherzigen Amme gegeben, die sie von Anfang an ins Herz schließt. Einige Jahre später kehrt Charlotte zu ihrer strengen Familie zurück – und soll mit Mr. Linreed verheiratet werden. Doch ist er wirklich der Richtige?
Charlottes Leben nimmt einige unerwartete Wendungen. Immer wieder stellt sich die Frage: Hütet ihre Familie ein dunkles Geheimnis?
In der zweiten Geschichte, „Die Rückkehr des Erben“, begegnen wir einer gereiften Lady Charlotte. Sie lebt mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter Elinor auf dem Anwesen Birch Heights. Elinor ist fast blind – ein wahrer Wirbelwind, rebellisch und unzähmbar. Keine Gouvernante hält es lange bei ihr aus.
Plötzlich erscheint Marie – scheinbar aus dem Nichts – und bietet ihre Hilfe an. Elinor schließt sie schnell ins Herz, und durch Maries Zuwendung beginnt das Mädchen aufzublühen. Doch dann taucht ein Schatten aus Maries Vergangenheit auf, und nicht nur Charlottes Familie, sondern auch Birch Heights geraten in Gefahr.
Das Buch ist in einem fesselnden, mitreißenden Stil geschrieben. Besonders schön fand ich, dass beide Geschichten in einem Band vereint sind – sie ergänzen sich auf besondere Weise. Die Figuren sind lebendig und vielschichtig dargestellt: Es gibt Gute und Böse, wie in jeder guten Geschichte, aber jeder Charakter hat eigene Facetten, Ecken und Kanten.
Mir persönlich gefiel die erste Geschichte etwas besser – aber ohne die zweite wäre das Gesamtbild unvollständig gewesen.
Sehr berührend fand ich die Darstellung von Elinor, einem Kind mit Behinderung. Solche Figuren sind leider selten in Romanen, umso schöner, dass sie hier einen so prägenden Platz einnimmt. Es wurde mir erneut bewusst, wie dankbar wir für unsere Sinne sein dürfen – für unsere Augen, die Farben und Natur erfassen können.
Besonders bewegend war, wie Marie Elinor nicht auf ihre Einschränkungen reduzierte, sondern ihre Stärken förderte: ihre feinen Ohren, ihre geschickten Hände, ihre Neugier.
Auch das Thema „Zweite Chancen“ wurde wunderbar in die Handlung eingebettet. Es erinnert daran, dass unsere Vergangenheit nicht unsere Zukunft bestimmen muss – jeder Mensch kann sich verändern und neu anfangen.
Zwei Geschichten mit viel Herz und wichtigen Botschaften, die noch lange nachklingen.
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von Annislesewelt (Veröffentlicht am 03.04.2025)
lesenswert
In diesem wunderschönen Buch werden zwei tolle Geschichten miteinander vereint, was mich sehr freut. Da ich die Sachbücher der Nicola Vollkommer sehr schätze, war ich auf diese beiden Romane sehr gespannt.
Im ersten Teil hat es etwas gedauert, bis ich abtauchen konnte, doch dann war ich völlig verzaubert.
Die Themen, die dabei angesprochen wurden, gingen mir unter die Haut, denn es ging um Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung, Misshandlungen, einer Kälte im Elternhaus und den Wunsch, mit den ganz persönlichen Sehnsüchten gesehen zu werden.
Im zweiten Band war ich dagegen sofort gepackt, allerdings waren mir die Charaktere nicht ganz so lieb wie im ersten Teil und die Geschichte nicht nur immer komplexer, sondern auch verwirrender.
Die Dynamik in beiden Geschichten war toll, der Schreibstil sehr angenehm, fast schon poetisch und die Beschreibungen der Umgebung sehr bildhaft.
Die Themen im zweiten Teil sind ebenfalls gut gewählt, denn es geht um Gier und seine Folgen, Machtmissbrauch, Armut, aber auch Hoffnung, den Glauben an das Gute und der Erkenntnis, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
So konnten mich beide Geschichten gut unterhalten und ich kann sie leichten Herzens weiterempfehlen.
Wer also in die glitzernde Welt des Adels abtauchen möchte, gleichzeitig aber auch mehr über das Leben der Dienerschaft erfahren will und auch Besuche in Armenvierteln nicht scheut, der wird hier auf seine Kosten kommen.
Die Cornwall-Saga ist eine wertvolle Reihe, die schöne Lesestunden schenkt. -
von Carola (Veröffentlicht am 18.03.2025)
Spannende Familiengeschichte und ein Stück Sozialstudie
Lesevergnügen pur: In diese beiden Worte ist die Cornwall-Saga, der aktualisierte Sammelband von zwei England-Romanen von Nicola Vollkommer, zu fassen. Der Autorin gelingt es, die Geschichte von Charlotte und der Familie Greenwold überaus spannend und detailgetreu nachzuzeichnen. Und alles vor dem Hintergrund des Englands des 19. Jahrhunderts. Dabei eröffnet sich dem Leser durchaus auch eine Sozialstudie, die ihm Land, Menschen und Zeitalter des 19. Jahrhunderts nahebringt. Nicola Vollkommer gelingt es, die Romanfiktion in das damalige Zeitalter und die Landschaft so einzubauen, dass der Leser sich eben dort wähnt. Wer die Saga zur Hand nimmt, wird sie nicht mehr so schnell weglegen. Ein wunderbares und gleichzeitig überaus spannendes Lesevergnügen für alle, die gerne mit einem guten Buch unterwegs (oder Zuhause) sind.
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von Mirjam (Veröffentlicht am 17.03.2025)
Spannend und lebensnah
Mit diesem Roman ist es der Autorin wieder mal gelungen, eine spannende und gefühlvolle Geschichte rund um Cornwall und das Leben der Adligen zu schaffen. Man leidet mit den Protagonisten und freut sich auch mit ihnen. So wird man richtig in die Geschichte mit hineingenommen und das führt dazu, dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte.
Die Autorin Nicola Vollkommer schreibt flüssig und es gelingt ihr gut, die Figuren mit ihren Wünschen und Empfindungen glaubhaft darzustellen.
Man kann in diesem Roman auch wieder gut sehen, wie Gott in ein Menschenleben eingreifen kann im positiven und negativen Sinn und früher oder später jeder für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird.
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von Claudia (Veröffentlicht am 25.02.2025)
Romantik, Spannung und Historie vereint in einem tollen Doppelband
Die Cornwall-Saga war mein erstes Buch von Nicola Vollkommer. Mich hat als erstes die Erzählweise der Autorin angeprochen. Ich fühlte mich direkt nach Cornwall versetzt, ob wohl ich noch nie dort war. Ich hörte beinahe die Möwen schreien und konnte das Meer riechen. Aber ich war auch ziemlich schnell in die Geschichte abgetaucht. Nicola Vollkommer schreibt hier eine Familien- und Liebesgeschichte gleichermaßen. Sie schafft es, sowohl Romantik als auch Tragödie den Platz zu verschaffen, den es braucht, um die Story auszuerzählen. Man begleitet die kleine Georgiana (Charlotte) vom Tag ihrer Geburt bis zum Erwachsenwerden und leidet mit ihr, weil sie eine liebevolle Amme hat, aber zwei lieblose Eltern und an beiden Orten nicht leben kann. Ihre Eltern, Lady und Lord Greenwold weben ihre eigenen Intrigen und am Ende kommt es unweigerlich zur großen Tragödie. Auch im zweiten Teil geht es nicht weniger turbulent zu. Aber immer auch erzählt die Autorin Historisches und Gesellschaftliches aus der Zeit, in der die Geschichte spielt. Nun begleitet man die nächste Generation um Charlotte und ihre Familie. Nicht weniger spannend, nicht weniger romantisch und berührend. Wer Rosamunde Pilcher mag, wird Nicola Vollkommer lieben...
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von LisaDi (Veröffentlicht am 13.02.2025)
Spannend und fesselnd bis zur letzten Seite
Wie Möwen im Wind:
Dieses Buch entführt einen in das englische Cornwall. Man hört das Meer rauschen, spürt das Salz auf der Haut und hört die Möwen kreischen und hat das Gefühl, selbst mitten im Geschehen dabei zu sein. Wir begleiten Charlotte, welche direkt nach ihrer Geburt zu einer Pflegemutter weggegeben wird und im Alter von 10 Jahren wieder zurück in ihr eigentliches Zuhause muss. Ihre Pflegemutter hat sie mit viel Liebe und mit dem Glauben an Gottes Führung erzogen, in ihrem Zuhause ist sie aber eher unerwünscht und macht eine schwere Zeit durch. Zwischen all den Intrigen und bösen Machenschaften kann sie sich jedoch immer auf ihre Freunde Jake und Franny verlassen. Bleibt sie sich selber treu? Findet sie ihren Weg zurück?
Ein sehr schönes Buch über Freundschaft, Vertrauen, Verrat, Liebe und Vertrauen auf Gottes Führung, auch wenn dies manchmal sehr schwerfällt.
Die Autorin hat einen fesselnden und lebendigen Schreibstil. Es fällt sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Rückkehr des Erben:
Lady Charlotte und Lord Jake haben sich ihr Leben aufgebaut, doch durch eine schwere Erkrankung erblindet ihre nun 10-jährige Tochter Elinor und vergrault alle Gouvernanten.
Als eines Tages eine verzweifelte Marie an ihrer Tür klopft, bringt Charlotte es trotz aller Proteste von Franny und Jake nicht übers Herz, sie wegzuschicken. Auch wenn sie über ihre Herkunft und Vergangenheit schweigt, beginnt doch langsam eine enge Verbundenheit zwischen Marie und Elinor.
Doch trotz ihrer Schwierigkeiten möchten Charlotte und Jake das Unrecht der Vergangenheit wiedergutmachen. Sie setzen sich mit einem Armenhaus in London in Verbindung, um im Sommer für einige Woche ein paar Kinder aufzunehmen und nehmen dabei die Suche nach Charlottes Halbbruder Edward auf.
Wird die Vergangenheit Marie einholen? Findet Charlotte ihren Halbbruder? Welches Spiel spielt der Armenhausbesitzer wirklich?
Eine spannende Fortsetzung, die einen wieder mitnimmt in das schöne Cornwall und es unmöglich macht, das Buch einfach so wegzulegen.
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von Milena (Veröffentlicht am 12.02.2025)
bewegend und voller Spannung
Die Cornwall-Saga von Nicola Vollkommer wurde neu überarbeitet und erscheint im neuen Gewand. Dieser Sammelband vereint die beiden Cornwall-Romane „Wie Möwen im Wind“ und „Die Rückkehr des Erben“ in einem Buch.
Cornwall, 1820: Statt endlich den ersehnten männlichen Erben empfangen zu dürfen, werden Lord und Lady Greenwold erneut Eltern einer Tochter. Die kleine Charlotte bekommt das ganze Missfallen der Eltern zu spüren und wächst fortan bei ihrer Amme im Dorf auf.
Ein Jahrzehnt später wird sie dennoch zurückgeholt und lebt von nun an auf Birch Hollow. Wo ihre Amme bisher einer der wenigen Menschen war, der ihr auch Liebe und Annahme geben konnte, erlebt sie nun Hass, Ablehnung und Intrigen – und wird mit der Zeit zum Spielball der Machenschaften ihres Vaters.
Dieser erste Roman macht uns bekannt mit der Familie Greenwold, die an den Küsten Cornwalls lebt. Ihr Zuhause, Birch Hollow, wird von düsteren Erzählungen umgeben.
Ebenso habe ich die Stimmung in diesem ersten Buch erlebt: düster und zum Teil auch etwas bedrückend.
An mancher Stelle wurde es mir persönlich auch etwas zu viel von „Flüchen“ oder bösen Vorahnungen. Doch mit der Zeit kommt immer mehr ans Licht, was davon wirklich wahr ist und in gewisser Weise passt es zu den Geschehnissen in und um Birch Hollow und den Fäden, die hinter der Kulisse gezogen werden.
Charlotte wächst inmitten dieser Intrigen auf und weiß immer weniger, wem sie wirklich vertrauen kann. Besonders ihre tiefe Sehnsucht nach der Annahme ihrer Eltern trübt dabei ihren Blick.
Während sich die ganze Handlung langsam aufbaut und die Spannung steigt, kam mir das Ende dann etwas knapp und schnell abgehandelt vor.
Doch am Ende überwiegt das Licht, welches die Dunkelheit in die Flucht schlägt und die Menschen, die im Vertrauen auf Gott lebten, dürfen die Früchte ihrer Gebete sehen.
Im zweiten Band „Die Rückkehr des Erben“ liegt der Fokus auf der Nächsten Generation der Familie Greenwold. Schauplatz ist weiterhin das Zuhause der Familie, welches mittlerweile „Birch Heights“ genannt wird, sowie ein Armenhaus in den dunklen Gassen Londons.
Eines Tages steht eine junge Frau, Marie, vor der Tür und sucht Zuflucht bei Lady Charlotte. Sind auch alle zuerst etwas skeptisch, wissen sie doch nicht, wo diese Frau herkommt und wer sie ist, so gewinnt sie letztlich doch das Vertrauen der Familie – ist sie doch die Einzige die einen Zugang zu der fast vollständig erblindeten Elinor, die fortan aufblüht und kaum wiederzuerkennen ist.
Doch währenddessen schmiedet ein alter Bekannter düstere Pläne in London und will sich so gar nicht abfinden mit der vorherrschenden Idylle in Birch Heights.
Trotz der herausfordernden Themen und der teilweise furchtbaren Umstände, unter welchen manche Personen leiden, so habe ich die Stimmung insgesamt ganz anders wahrgenommen als im ersten Band.
Während sich die Schlinge um die Familie immer enger zuzieht, gibt es dennoch Personen, die im Vertrauen auf Gott auf das Gute hoffen und nicht bereit sind, sich vom Bösen überwältigen zu lassen.
Dadurch, dass man erfährt, dass böse Pläne geschmiedet werden, aber nicht überblicken kann, wie diese aussehen bleibt es spannend und ich wollte unbedingt erfahren, wie es weitergeht. Der Autorin gelingt hier ein toller Spannungsbogen, der sich aufbaut und zum Ende hin zuspitzt.
Besonders Marie, sowie auch die etwas eigenwillige Elinor habe ich sehr ins Herz geschlossen und gehofft, dass es für beide eine hoffnungsvolle Zukunft gibt.
Was mir insgesamt sehr zugesagt hat, ist der Schreibstil der Autorin. Man hat das Gefühl sie wählt alle ihre Worte mit Bedacht und es gelingt ihr hervorragend, die einzelnen Szenen so detailliert zu beschreiben, dass ich sie stets vor mir sehen konnte. Das alles ohne, dass es übertrieben oder überladen gewirkt hätte.
Mit der Cornwall-Saga hat die Autorin in jedem Fall eine spannende und ereignisreiche Familiengeschichte geschaffen, welche spannende Lesestunden verspricht. Besonders der zweite Teil hat mich dann auch absolut gepackt und mich mit den kleinen Fragezeichen versöhnt, die ich anfangs noch hatte.
Wer Romane mit Spannung und Geheimnissen vor der Kulisse Englands mag, der wird hier auf jeden Fall fündig.
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von Regina (Veröffentlicht am 09.02.2025)
fesselnd und spannend bis zum Ende
Ich muss gestehen, dass mich die Geschichte von Seite eins einfach nur gefesselt hat. Die Schreibweise von Vollkommer ist so detailreich und packend. Die einzelnen Szenarien und die Landschaften werden von ihr so detailliert beschrieben, dass man das Geschriebene direkt vor Augen hat.
Der Spannungsbogen war für mich persönlich durchgehend vorhanden. Ich konnte einfach nicht abwarten zu erfahren, was als nächstes passieren wird. Die ganzen unerwarteten Handlungen hatte ich einfach nicht kommen sehen.
Die verschiedenen Perspektiven, in denen die Geschichte erzählt wird, haben mir beim Lesen viel Abwechslung geboten und mir so das Lesen nie langweilig werden lassen.
Im Laufe der Geschichte sind mir auch viele Charaktere ans Herz gewachsen und ich fand es schön ihre Entwicklung auch im zweiten Band weiterzuverfolgen.
Fazit: Für mich war dieser Sammelband ein unfassbar schönes Lesevergnügen. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass so viel Spannung enthalten hat. Eine ganz große Herzensempfehlung.
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