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von Agnes (Veröffentlicht am 14.12.2025)
Arbeit ist mehr als ein Job
Bei diesem Buch lockte mich weniger der Autor als der Titel, denn er weckte in mir die Frage: „Wie finde ich in meinem Job die Berufung?“ Ich habe meinen Beruf nie als Berufung gesehen – für mich war ein Job immer einfach ein Job. Menschen, die sich „berufen“ fühlen, gehen darin völlig auf und sind zufrieden mit ihrem Platz. Ich mag meinen Beruf, entwickle mich darin weiter, aber als Berufung habe ich ihn nie betrachtet.
Schon im Vorwort lernte ich, dass Arbeit für Christen auch ein Ort sein kann, an dem Gott an uns arbeitet und uns formt. Wie wir handeln und sprechen, soll Ausdruck unserer Beziehung zu Gott sein und ein Wegweiser für andere.
Das Buch ist in drei Teile mit je vier Kapiteln gegliedert. Im ersten Teil zeigt Keller, dass der Mensch zum Arbeiten geschaffen wurde, weil auch Gott arbeitete, als er die Welt erschuf. Der Mensch soll Gottes Werk weiterführen, die Welt gestalten und seinem Nächsten dienen – egal welche Tätigkeit er ausübt. Arbeit wird erst dann zur Berufung, wenn wir darin Gottes Auftrag sehen, anderen zu dienen. Zugleich erinnert Keller daran, dass Arbeit nicht das letzte Wort im Leben hat.
Im zweiten Teil beschreibt er anhand verschiedener Bibelstellen unsere Probleme mit der Arbeit. Unsere Arbeit sollten wir nach Fähigkeiten und Bedürfnissen wählen, nicht nach Geld oder Ansehen. Wer seine Arbeit wählt in der man viel Geld verdient aber die seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen nicht entsprechen wird unzufrieden sein.
Wie sich das Evangelium und die Arbeit verbinden lassen zeigt er im letzten Teil.
Für mich war dieses Buch eine echte Bereicherung. Es hat meinen Blick auf meine Arbeit verändert, und ich empfehle es gern weiter. -
von Nelli Bangert (Veröffentlicht am 28.11.2025)
Eine neue Sicht auf Arbeit
Mit seinem Buch „Berufung“ gelingen dem vielgelesen Theologen und Buchautor Timothy Keller und seiner Mit-Autorin Katherine Leary Alsdorf ein inspirierendes und ermutigendes Buch zum Thema „Berufung“. Sie vermitteln mit diesem Buch eine neue Sicht auf Arbeit. Dabei betonen sie den Aspekt, dass es nicht geistliche und säkulare Arbeit gibt, wobei die säkulare Arbeit schlechter abschneidet im Ranking. Stattdessen sprechen sie sich dafür aus, dass jede gute Arbeit, die mit Kompetenz und Sorgfalt, ausgeführt wird, eine Arbeit ist, die Gott Ehre bereitet. Gott hat uns Menschen geschaffen mit der Einladung, auch selbst etwas zu schaffen und gute Arbeit zu leisten. Dabei dürfen wir all unser Potenzial gebrauchen, das er in uns hineingelegt hat. Damit nutzen wir das, was er uns „in die Wiege“ gelegt hat und entsprechen im Grunde auch dem, was Gott sich für Gedanken gemacht hat. Dabei ehren wir ihn auf eine ganz praktische Weise. Wenn eine Floristin also wunderschöne Blumensträße kreiert und Menschen damit glücklich macht, ehrt sie damit ihren Schöpfer, der dieses Potenzial in sie hineingelegt hat. Genauso auch eine Lehrerin, die ihren Schülern Wissen vermittelt. Auch hierhin ehrt sie Gott, der diese Kompetenz in sie hineingelegt hat. Die Autoren ermutigen aber auch dazu, wirklich gute Arbeit zu leisten. Nicht einfach lieblos und schnell etwas machen, nur um Geld zu verdienen. Sondern wirklich mit Herz und Verstand gute Arbeit zu leisten, um dadurch einen Beitrag für das Gemeinwohl zu hinterlassen – und eben Gott die Ehre zu bringen.
Das Buch ist wie folgt aufgebaut:
- Teil 1: Gottes Plan für die Arbeit
- Teil 2: Unsere Probleme mit der Arbeit
- Teil 3: Das Evangelium und die Arbeit
Die klare Struktur hat mir beim Lesen total geholfen, über das Spannungsfeld in der Arbeit nachzudenken, das vermutlich die meisten Menschen kennen. Nicht jede Arbeit macht Freude, nicht jeder Tag ist ein Genuss – was also geschieht in diesem Spannungsfeld und wie können wir darauf eine gute, neue Sicht bekommen? Dabei hilft dieses Buch. Ich empfehle es von Herzen gerne weiter!
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